Von der Gründung des Vereins bis heute:
Lambretta-Club e.V. Remscheid im ADAC
Es war eine kleine Zeitungsannonce, die den Anstoß gab, welcher gar nicht lange danach zur Gründung eines Rollerclubs führte, der sich dann „Lambretta-Club Remscheid“ nannte. Die Lambretta war ein Motorroller, ähnlich der Vespa.
Hans Lauer gab an einem Mittwoch eine Anzeige in die Zeitung und am Samstag darauf trafen sich in Remscheid-Ehringhausen im Lokal „Fassbender“ die ersten Lambretta-Fahrer Hans Lauer, Hans Plasberg, Siegfried Conrädel und Ingolf Volberg. Man schrieb Ende Mai 1953. Nach erster Fühlungnahme und Fachsimpelei beschloss der kleine Kreis, sich alle 14 Tage am Freitagabend im Lokal „Fassbender“ zu treffen. Schon einige Wochen später war die Zahl der Lambretta-Fahrer erheblich angestiegen. Es kamen die Männer Harry Goedecke, Giesela Goedecke, Udo Hösel, Gerdhard Mehling, Gerhard Griesel, Karl Umback, Kurt Beyrick, Kurt Müller dazu. Schon bald kamen die ersten Ideen, sich nicht nur alle 14 Tage, sondern jede Woche gesellig abends zu treffen und auch mal gemeinsam Ausfahrten zu planen. So starteten an einem schönen sonnigen Sonntag im Juli 1953 die Lambrettisten zur ersten Club-Ausfahrt nach Düsseldorf, der in Zukunft noch viele folgen sollten. Zu den Clubfahrten kamen später noch Geschicklichkeitsturniere sowie Rheinlandrundfahrten auf dem Nürburgring. Auch in anderen Städten hatten sich Motorroller-Clubs gegründet und so kam es, dass man sich schon bald mit anderen Clubs messen wollte. Am 22. Januar 1955 wurde Ingolf Volberg zum 1. Vorsitzenden gewählt und bis zu seinem Tod im Februar 2008 hatte er diese Position inne. Im Jahre 1956 schloss man sich dem ADAC als Ortsclub an, damit waren die Weichen für einen Motorsportclub endgültig gestellt.
Als sich mit dem einsetzenden Wirtschaftswunder immer mehr Leute auch ein Auto leisten konnten und im Laufe der Zeit mehr Autos als Motorroller das Vereinsbild bestimmten, wurde der Verein umbenannt in
Touring Club Remscheid e.V. im ADAC
Nun kamen zu den Auto-Geschicklichkeitsturnieren und der Orientierungsfahrt „Rund um Roemryke Berge“ auch weitere Disziplinen wie Rallye und Rundstrecke hinzu. Auch hier stellte der TCR mehrere erfolgreiche Fahrer mit hervorragenden Platzierungen und zahlreichen Klassensiegen. Des Weiteren erfreute sich die Disziplin Slalom immer größerer Beliebtheit. Im Jahre 1968 veranstaltete der TCR zum ersten Mal einen Automobil-Slalom in Remscheid-Lennep am Tenter Weg, der später legendäre „Grenzwall-Slalom“, der immerhin 23 Jahre lang Bestand hatte. Auch der Bergrennsport etablierte sich und auch hier waren und sind Mitglieder des TCR erfolgreich und richtungsweisend in ihrer Disziplin. Erwähnenswert sind auch 10 Jahre TCR-Leistungsprüfung auf dem Nürburgring, die leider aus Kostengründen nicht mehr stattfinden kann, und 13 Jahre Jugend-Kart-Slalom. Der Touring Club Remscheid war in allen Sparten immer erfolgreich unterwegs.